Gewitterfotos machen - einfach und effektiv

Was ist das Geheimnis hinter tollen Gewitterfotos? Darum geht es heute in diesem Newsbeitrag. Gerade im Sommer und Spätsommer sieht man im Internet wahnsinnig viele tolle Gewitterfotos. Viele Anfänger in der Fotographie fragen sich sicherlich, wie solche Fotos aufgenommen wurden. Dabei ist es wesentlich einfacher ein Gewitter cool in Szene zu setzen als die meisten Fotografen denken. Man braucht im Prinzip nicht mehr als eine Kamera, ein Stativ und die Möglichkeit die Kamera berührungslos auszulösen. Hierbei hilft zum Beispiel ein Fernauslöser oder eine Kamera-App für das Smartphone. Natürlich ist die Gewitterfotografie nicht frei von Risiken. Wir möchten unbedingt davor warnen sich mitten in einer Gewitterzelle mit seiner Kamera und dem Stativ aufzuhalten. Die Gefahr vom Blitz getroffen zu werden ist generell gering, allerdings beispielsweise auf einem freien Feld direkt neben seinem Stativ vergleichsweise hoch. Deswegen empfehlen wir das Gewitter zu fotografieren, wenn es an einem vorbeigezogen ist. Dazu bietet es sich an, einfach zum Beispiel im Auto zu warten bis das Gewitter durchgezogen ist, dann seine Kamera mit Stativ aufzubauen und anschließend in der Richtung in der das Gewitter wegzieht zu fotografieren. So kann das Risiko vom Blitz getroffen zu werden deutlich minimiert werden. Natürlich ist jeder da draußen selber für sich verantwortlich und die sicherste Möglichkeit Gewitter zu fotografieren ist sicherlich entweder aus der eigenen Wohnung durch das Fenster oder aber aus dem Auto heraus.

Jetzt aber dazu wie wir vorgehen. Wir beobachten die Wettersituation über unterschiedliche Wetterradar-Apps und Blitzortungs-Apps. Dann begeben wir uns an eine Location die einen vernünftigen Vordergrund bietet. Das ist auch der Grund weshalb wir nie Gewitter aus dem eigenen Fenster fotografieren. Denn obwohl wir im Grünen wohnen würde unschöner Vordergrund in Form von hohen Bäumen oder gegebenenfalls bei Ihnen auch von gegenüberliegenden Häuserzeilen das Bild hinterher stören. Wie beschrieben suchen wir die Location im Auto bereits auf wenn das Gewitter noch am wünschen ist. Sobald das Gewitter durchgezogen ist bauen wir Stativ, Kamera und Fernauslöser auf und beginnen mit der Gewitterfotografie.

Wie geht man technisch jetzt hier am besten vor? Sie stellen die Kamera in den manuellen Modus, wählen eine mittlere Blende, wir empfehlen einen Wert im Bereich von Blende 5,6-11. und lesen am kamerainternen Belichtungsmesser in der Mehrfeld- oder Matrixmessung ab, welche Belichtungszeiten notwendig sein würden. Nun empfehlen wir Ihnen Bulb-Modus zu aktivieren. Das genaue Geheimnis warum der Bulb-Modus unserer Meinung nach die korrekte Wahl ist, um gegebenenfalls möglichst viele Blitze auf ein Foto zu bannen, erfahren Sie unten in unserem Video. Im Bulb-Modus lösen Sie jetzt aus und zählen die Zeit mit oder stoppen diese zum Beispiel mit einer Stoppuhr auf dem Handy. Der Bulb-Modus bietet sich alleine deswegen an, weil die meisten Kameras Belichtungszeiten von mehr als 30 respektive 60 Sekunden im manuellen Modus nicht zulassen. Da es in der Regel bei fortschreitendem Gewitter und späterem Abend zunehmend dunkler wird reichen diese Belichtungszeiten teilweise nicht aus. Die besten Gewitterfotos fertigen Sie an, wenn diese in der blauen Stunde oder in der richtigen Dunkelheit entstehen, denn am Tage ist der Helligkeitsunterschied zwischen Himmel und Blitz gering, so dass die Blitze oftmals in der Helligkeit des Himmels untergehen. Zudem ist für die Gewitterfotografie eine relativ lange Belichtungszeit, am besten von mehreren Sekunden (um auch Blitze einzufangen) notwendig, und dies ist bin Tage nur mit starken Graufiltern zu erreichen. Da Sie die Kamera auf dem Stativ positioniert haben empfehlen wir den natürlichen ISO-Wert des Kamerasensors. Bei den meisten Kameras ISO 100 oder ISO 200. Jetzt lösen Sie nacheinander und mehrfach aus und wir sind uns sehr sicher dass auch sie so eindrucksvolle Gewitterfotos anfertigen können. Alle weiteren Tipps Tricks und Geheimnisse zur Gewitterfotogrfie gibt es in folgendem Video.

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