Reiserückblick Fotoreise Karneval in Venedig

Endlich kommen wir dazu von unserer Fotoreise nach Venedig zu berichten. Es ist bereits wieder ein paar Wochen her, das waren unsere Fototrainer Frank Fischer und Hans Altenkirch mit einer Reisegruppe in Venedig. Die Karnevalszeit in Venedig ist ohne jede Frage ein echtes fotografisches Highlight in Europa. Das wird nicht zuletzt klar, wenn man sich zu dieser Zeit im Umfeld des Markusplatzes umschaut. Die Protagonisten dort bestehen quasi aus Maskenträgern und Fotografen. Sonstige Besucher – Fehlanzeige! Doch was macht nun den Reiz dieses Events überhaupt aus? Warum kommen so vielen Fotografen nach Venedig? Und wie läuft die Karnevalsveranstaltung überhaupt ab?

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Zuerst einmal muss man ganz klar hervorheben, dass der venezianische Karneval nichts mit dem Kölner Karneval gemeinsam hat und auch ganz anders ist, als die schwäbisch alemannische Fasnacht. Vergessen sie Umzüge, Kamelle, Schlachtrufe oder Massenaufläufe von Betrunkenen Feiernden. Die Maskenträger in Venedig lassen sich am ehesten  mit einer Mischung aus kostümiertem Model und pantomimischen Schauspieler vergleichen. Die Maskenträger posen für einen, reagieren und den Fotografen und haben natürlich auch Interesse an professionell und gut gemachten Fotos.

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Wichtig für den Fotografen ist es sicherlich zu wissen, wo wann die meisten Maskenträger sind, welche Hintergründe und Locations sich lohnen und wie man die Fotografenmassen umschifft, ohne auf seine Fotos verzichten zu müssen.

Hier bewährte sich die gute Vorbereitung der Reise durch unseren Fototrainer Hans Altenkirch, der den Karneval in Venedig im Vorjahr besucht und dort die Reise vorbereitet hat. Zudem war er ein weiteres Mal zur Vorbereitung in Venedig, um auch die sonstigen Locations vorzubereiten und so auch einen Plan B für die ein oder andere Location zu haben. Das Ganze war Gold wert. Das Team, bestehend aus Hans, Sandra und Frank reiste bereits am Dienstag nach Venedig. Dort angekommen begaben sich die 3 bei dichtem Nebel vom Flughafen zum Hotel auf dem Lido. Direkt nach dem Einchecken pilgerten die 3 in die Stadt. Ab ins Vaporetto und 10 Minuten später steht man auf dem Markusplatz. Wir steiften gemeinsam durch die Gassen und Kanäle der Stadt und checkten noch einmal gemeinsam ein paar Locations.

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Abends machten wir die ersten Fotos von Maskenträgern, insbesondere auch in den Arkaden rund um Venedigs Markusplatz, wir wollten ja unseren am kommenden Tag anreisenden Teilnehmern bei Facebook bereits den Mund wässrig machen.

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Am kommenden Vormittag machten wir uns bei Nieselregen erneut auf Richtung City. Wir fixten sofort mit den ersten Maskenträgern erste Termine für die kommenden Tage. Mittags kamen die ersten Teilnehmer an und am Nachmittag waren wir vollständig. Auf ging es zum Markusplatz! Dort unter den Arkaden war es zum einen trocken, denn der Nieselregen dauerte an. Zudem bot gerade die Beleuchtung der Arkadendecke ein wunderschönes Bokeh im Hintergrund. Aufgrund des noch nicht optimalen Wetters war es unter den Arkaden wirklich voll – Lerneffekt für alle – tiefe Perspektive blendet andere Menschen im Hintergrund aus.

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Nach diesen ersten Shooting-Erfahrungen hatten alle Hunger und wir kehrten in einer Trattoria ein. Der Folgetag sollte der Tag der großen Maskenträger-Shootings werden. Das Wetter zeigte sich ab heute von seiner besten Seite – Sommer –Sonne – Sonnenschein! Wir nutzten heute überwiegend die Location Salute und San Giorgio Maggiore. Abends widmeten wir uns dann der Langzeitbelichtung in der blauen Stunde. Der Canal Grande ist schon eine echt vielbefahrene Wasserstraße. Insbesondere, wenn man die Lichtspuren mit der Olympus OM-D über die LiveComposite Funktion der Kamera 45 Minuten lang einsammelt.

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Nach diesem tollen Tag ging es zu einer ersten Bildbesprechung zurück ins Hotel.

Am Folgetag standen wir mitten in der Nacht auf, um den Sonnenaufgang am Markusplatz zu fotografieren. Man war das kalt, man war das schwer einen Kaffee dort zu bekommen und man war das ein cooles Licht und eine super Möglichkeit für timelapse.

Nachdem wir richtig durchgefroren waren und die Sonne höher stand fuhren wir ins Hotel zum Frühstück! Dann fuhren wir Vormittags mit dem Vaporetto nach Burano, die Insel mit den bunten Häusern. Am Anleger dort angekommen, der erste Schock – wo kommen die vielen Manschen her? Das schöne zum 2-stündigen Aufenthalt, was man zusammenfassend sagen kann, die Menschen verlaufen sich und es war wunderbar zum fotografieren. Cool um die bunten Häuschen zu dokumentieren und auch für Streetfotografie ein echtes Highlight. Auch 2-3 Maskenträger tummelten sich in den Gassen.

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Zurück Richtung Venedig wollte eine Hälfte der Gruppe gern zur blauen Stunde in den kleinen Gassen Venedigs aufnehmen, Stativ holen also Pflicht.

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Der Rest der Gruppe wollte gern weitere Aufnahmen von Maskenträgern mit unserer mobilen Blitzanlage machen. Beides sicher gute Ideen und so teilten wir die Gruppe. Hans Altenkirch übernahm die Nachtfotografen und Frank Fischer die Porty-Blitzer.

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Abendessen, zusammen sitzen und Spaß haben, bevor es dann spät ins Bett ging.

Am Samstag Vormittag gab es eine ausführliche Bildbesprechung und ein Lightroom-Seminar. Beides absolut wichtige Schritte auf dem Weg zu besseren Bildern. Am Nachmittags wollten alle noch einmal Fotos von Maskenträgern mit Portylicht machen, kein Wunder, hatten doch alle die Bildergebnisse des Vortages bereits gesehen. Man könnte sagen bei diesem Shooting standen die Maskenträger Schlange. Klar, wer möchte nicht solch Hammerbilder von seinem, zum Teil in einjähriger Handarbeit entstandenen Kostümen.

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Am Sonntag war dann auch schon wieder die Abreise aus Venedig angesagt. Was bleibt als Fazit festzustellen? Karneval in Venedig ist ein großes freies Shooting mit quasi Garantie für tolle Fotos, besonders, wenn ihr wisst, wo es wann Sinn macht zu fotografieren. Für uns steht fest, wir kommen 2017 wieder. Die ersten Plätze sind bereits weg und auch jemand, der dieses Jahr mit uns in Venedig war, begleitet uns auch 2017 – toll!

Hier noch ein paar Impressionen von 2016:

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