Rückblick auf die Fasnet-Fotoreise 2014

 

 

Mit diesem Posting wollen wir auf die närrischen Tage bei der schwäbisch alemannischen Fasnacht zurück blicken. Am Freitag fuhr ich voller Vorfreude auf die Fotoreise in den Schwarzwald, warteten doch unsere Stammkunden der „Holzwolle“, der Doc und Kerstin auf mich. Im Hotel eingecheckt – ja, ich weiss, es war wie eine Zeitreise in die 70’er und nicht wie eine Reise von Hamburg und den Schwarzwald – nahmen wir Kerle erst einmal ein schönes Fürstenberg zu uns. Sozusagen „Vorglühen“ auf das geplante abendliche Shooting am Scheiterhaufen, wo wir dann auch auf Ralf Brunner trafen. Ralf hatte die Reise ein Jahr zuvor schon einmal selber und für sich abgereist, so dass wir stets am richtigen Ort zur richtigen Zeit waren.  So begaben wir uns zeitig zum ersten Höhepunkt der Fotoreise, dem Hexensprung der Donaueschinger Schellenberg Hexen.

Die Woche zuvor sagten die Wetterdienste allerschlimmstes Regen und Schneeregenwetter voraus, und so kam es dann an diesem Abend auch. Kurz vor Start der Veranstaltung schauerte es heftig. Doch pünktlich zum Hexensprung hörte der Regen auf und Dank der Organisation befanden wir uns mit den Kameras direkt im Innenbereich der Veranstaltung und hatten beste Sicht auf das Hexenfeuer. Hintergrund dieser Tradition ist die Austreibung des Winters. Dies wurde direkt bevor die Hexen durch das Feuer sprangen auch noch in Form einer Choreografie dargestellt. Ein echtes Hoch und den allergrößten Respekt für die Hexen, die sich dort durchs Feuer stürzten. Ich denke die Bilder sprechen für sich!

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Bei einer anschließenden Pizza, und nein, Ralf, die kleine reicht nicht, tauten wir alle wieder auf. Gut dass es eye-fi Karten gibt, so konnten die ersten Facebook Posts erfolgen...

Abends war dann bei uns im Hotel, welches hier wohlweislich nicht verlinkt wird, Zusammenkunft der Donaueschinger Jungfern. Alle im Kostüm des 20ten Jahundert, wunderbar passend zum Interieur. Ententanz und Polonaise inklusive. Ein Umstand, der nur mit Bier und einheimischen Schnäpsen zu ertragen war.

Der eigentliche Anreisetag, der Samstag sollte natürlich auch vernünftig genutzt werden. Insofern beschlossen die Teilnehmer und Frank Fischer, den Triberger Wasserfall anzufahren. Diesen höchsten Wasserfall Deutschlands wollten wir per Langzeitbelichtung bändigen. Der Tag vor Ort verging wie im Fluge und ich bin mir sicher jeder ging mit einigen wirklich guten Bildern nach Hause. Was sich dort mal wieder bewahrheitete ist, dass bei schnell fließendem Wasser allzu lange Belichtungszeiten nicht die beste Wahl sind. Mir gefallen die Ergebnisse im Bereich von 2-10 Sekunden am besten, da dort noch Struktur im Wasser vorhanden ist. Bilder? Hier:

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Abends nahmen wir einen weiteren „inoffiziellen“ Programmpunkt mit, den Übelinger Narrenmarsch. Hier bekam man einen ersten Eindruck, wie es ist, wenn einem mehrere tausend Narren im identischen Kostüm begegnen. Narr hat ja irgendwas mit närrisch zu tun, und nachdem mir 50 Mal der rote Pinsel des Kostüms im Gesicht rumwuselte fragte ich mich, wie man diese Fotoreise ohne Grippe überstehen soll ;-)

Leider waren die Lichtverhältnisse bescheiden. Meine Canon 1DX war in der ISO-Automatik zumeist am Anschlag von 6400 und ich vermisste schmerzlich mein im Hotel liegendes 85 f1,2. So war ich mit dem 70-200 f2,8 schon arg am Limit unterwegs. An den Stellen, wo ausreichend Licht vorhanden war, war das von schräg oben einfallende 5000W Halogenlicht schon arg hart. Wie auch immer, lassen wir Bilder sprechen:

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Die nächtliche Session auf der Straße vorm Hotel mit Bierchen und Tunel verschweigen wir hier mal lieber ;-)

Am Sonntag war dann der erste offizielle Programmpunkt geplant. So fanden wir uns am frühen Nachmittag in Konstanz zum Fasnet-Umzug ein. Tja, so als norddeutscher Faschingsmuffel musste ich hier erfahren, wie es ist, wenn einem das Konfetti bis in die Unterbüx rutscht und das Gesicht vom Kampf mit der schwarzen Schuhcreme gezeichnet ist. Gleichzeitig war ich zutiefst beeindruckt, wie friedlich und freundlich die Veranstaltungen abliefen. Kein gepöbel, keine Schlägereien, alles bestens! Ich war an diesem Tag Ralfs Rat gefolgt und hatte auf der Canon 1DX das Fisheye und auf der 7D das 70-200 f2,8. So viel wurde das Fisheye von mir noch nie eingesetzt. Wobei sich sicher einige der Akteure fragten, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe, denn ich war stets mit der Linse direkt vor deren Nase unterwegs. Nach diesem Umzug konnte ich dann auch wirklich keine Hexenmasken mehr sehen....

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Am Montag mussten wir dann früh los. Um 7 Uhr wollten wir in Rottweil beim Narrensprung an der Strecke stehen. Leitern und Kameras dabei. An diesem Morgen fragte ich mich das erste Mal, warum nicht Ralf die Reise allein gemacht hatte. Das frühe Aufstehen, nach nur 4 Stunden Schlaf war wirklich nicht meines. Aber das Ganze relativierte sich aufgrund unserer tollen Plätze, einem Kaffee und Brez’n vor Ort und der beginnenden Narren relativ schnell. Der helle Wahnsinn, 4000 Narren in historischen Kostümen, von den 3-jährigen, bis zu den Greisen waren alle Rottweiler Narren auf der Straße unterwegs. Auch das Wetter war uns wohlgesonnen und es war „nur“ kalt und nicht auch noch nass. Rund 600 Fotos sprechen da für sich:

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Nachmittags ging es zum 2. Programmpunkt, der Bach Na Fahrt in Schramberg. Auch hier war die Vorarbeit von Ralf Gold wert, denn wir standen unten direkt im Bachbett. Hier kam dann auch meine Wathose zum Einsatz. Allerdings floss der Bach zu heftig, um sich wirklich hinein zu stellen. Aber auch zum im Matsch am Ufer knien war die Hose durchaus hilfreich. Insgesamt war in Schramberg die Stimmung bis zu diesem Zeitpunkt am besten, denn die Veranstaltung wurde musikalisch über Lautsprecheranlagen begleitet und von Kommentatoren untermalt. Fasnet ist nur einmal im Jahr, Fasnet ist nur einmal im Jahr, Fasnet ist nur einmal im Jahr – Scheiss drauf! Fasnet ist nur einmal im Jahr, Fasnet ist nur einmal im Jahr, Fasnet ist nur einmal im Jahr.

Wenn der Fahrer das Ziel trocken erreicht, dann ist er Furz – TROCKEN! Furz – TROCKEN! Furz – TROCKEN! Und wenn einer reinfällt, dann ist er patsch – NASS, patsch – NASS, patsch – NASS! Und wenn gerade nichts los ist, dann ist der Kanal – VOLL, Kanal – VOLL, Kanal – VOLL!

Spaß pur!

Der abschließende Wurstsalat mit Slibowitz sucht seinesgleichen...

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Nach einer erneut kurzen Nacht folgte dann auch schon der letzte Tag unserer Fotoreise. Morgens um 6 ging es wieder am Hotel los. Diesen Morgen war meine eigene Motivation ein Foto zu machen auf einer Skala von 0-10 auf ca. -5. Aber was tut man nicht alles, um den Rest bei Laune zu halten! Kurz nachdem wir in Oberndorf beim Narrensprung angekommen waren gab es das erste Mal im Rahmen der Reise – Schneeregen!  Ich weiss nicht, wer von uns, „Holzwolle, der Doc oder ich dadurch deprimierter waren. Aber pünktlich zum Umzug hörte es auf, und es gab Brez’n und Würste! Ohhhh-ohhhhh-ohhhhh! Da war die Stimmung auch schon wieder gerettet und es wurde alles gut. Die Masken hier in Oberndorf waren durchaus noch einmal ein echtes Highlight und es war toll, dass die Narren so dicht gedrängt die Straße herunter kamen.

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Zum Nachmittag waren wir dann in Villingen vor Ort. Auch hier bewährte sich Ralfs Vorarbeit, denn wir postierten uns am Ende des Umzuges direkt hinter einem der Stadttore. Andenfalls war es hier an der Strecke so voll, wie bei keiner der anderen Veranstaltungen und gute Fotos wären eher schwierig gewesen. So hatten wir freien Blick und Perspektive auf die ankommenden Narren. Der erste Teil des Umzugs war eher historisch geprägt, während der 2. Teil des Umzuges an den Kölner Karneval erinnerte...

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Abends gab es dann noch ein kleines Zusatzprogramm, LAPP auf der Burg in Tuttlingen. Nachts kurz nach 2 war die Reise dann endgültig zu Ende ;-)

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Für mich, und ich halte mich bekanntlich für den besten Fototrainer – ever, ever, ever – PUNKT, der überwiegend ganz bewusst aufgebaute und gestaltete Fotos macht war es sehr lehrreich, quasi der Pressearbeit zu frönen.  Ich verabschiedete mich von vielen verinnerlichten Mustern und nahm ganz bewusst immer etwas mehr auf und arbeitete quasi durchgehend in der Zeitvorwahl, einem Modus, den ich sonst oft ignoriere.

Es war ein Fest mit euch und ich hatte wahnsinnig viel Spaß mit euch!

Es folgt noch ein Video zu der Veranstaltung, und den Folgetermin 2015 kann man kurzfristig bei uns buchen!

 

 

 

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