#communityprojekt100 - 100 ikonische Streetfotos #22

„Mein Name ist Axel Lange (63). Ich fotografiere seit meinem zehnten Lebensjahr – von Akt bis Zoo. Meine erste (manuelle Sucher-)Kamera kaufte ich von meinem Monats-Taschengeld (13 DM) meinem Vater ab. Meine ersten Motive waren Feldhasen. Ich habe es aber nie geschafft, sie auf den Film zu bringen. Als Student habe ich dann auf einer Reise mit zwei Freunden deren SLR-Kameras kennengelernt. Danach sparte ich für meine erste SLR-Kamera, eine Pentax ME. Heute bin ich längst digital und nach Canon seit einigen Jahren mit Olympus-MFT unterwegs.

Frank kenne ich schon, bevor er die FF-Fotoschule gründete – mehr weiß ich aber darüber nicht mehr. Seit 2013 habe ich dann an diversen Workshops und Reisen der FF-Fotoschule teilgenommen.

Nun zu meiner Aufgabe. Als ich das Foto sah, war mein erster Gedanke „das soll Street sein, noch dazu eine Ikone?“. Das ist auch das erste Thema des Begleittextes - als ob sie meine Gedanken geahnt haben wink

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Ein Street Portrait also, na ja. Die Fotografin sprach auf einer Türkei-Reise 1965 ein kleines Mädchen an und begleitete sie zu ihrem Haus. Sie trank einen Tee mit der Mutter. Und machte ihr „first strong photograph“.  Mary Ellen Mark fotografierte das Mädchen von oben herab – eine Perspektive, die ich bei Fotos von Kindern und Tieren überhaupt nicht mag.

Was mache ich nun aus der Sache? Das Mädchen müsste heute so Anfang/Mitte 60 sein. Also könnte ich eine ältere Dame suchen … einige Kandidatinnen hatten keine Zeit oder lehnten ab. Oder suche ich ein junges Mädchen. Da ich keines in der Be- und Verwandtschaft habe, verwarf ich diese Idee. In der heutigen Zeit und in der Kürze der Zeit war mir das zu problematisch. Schließlich wählte ich den Mittelweg und rief Anja (31) an. Sie hatte am Sonntag Zeit und war bereit, mitzumachen. Einen Hund habe ich auch organisiert. Auf einen Ersatz für das zweite ganz kleine Mädchen – kaum sichtbar –  verzichtete ich zunächst. Als ich Anja abholte, wählten wir noch ein halbwegs passendes Kleid und Schuhe aus. Shopping mit Maske gibt’s nicht.

Mittels Googles StreetView suchte ich vorab eine passende Location – eine mit Parkmöglichkeit. 

Es war kalt und regnete. Wir haben uns daher beeilt. Sonst hätte ich noch gerne Variationen probiert. Eine mit Maske und etwas anderer Perspektive habe ich ausprobiert, das Bild fiel dann aber raus.“

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